Erste Hörbeispiele vom Demo

Die Arbeit an den einzelnen Spuren und das Abmischen der Instrumente braucht etwas Zeit, um ein vorzeigbares Hörbeispiel des BuzZkill Demos entstehen zu lassen. Spuren einzeln prüfen, schneiden, Lautstärke anpassen, ältere Versionen reaktivieren, doch nochmal eine Spur ganz neu einspielen… Beim Abmischen immer wieder mit etwas zeitlichem Abstand dran gehen, über verschiedene Ausgabegeräte abspielen.

Hier bearbeite ich gerade den zweiten Song unseres Demos in Ardour

Wie wird der Sound fetter, wo gibt es in den einzelnen Spuren Spielfehler, die ausgebügelt werden müssen? Wo kommt denn plötzlich das Geräusch her? Haben wir tatsächlich soooo viele Aufnahmen übereinander gelegt?

..bisschen näher gezoomt..

Die Mixdowns laufen dann über das Mischpult. Ardour nehme ich diesmal nur zum Setzen und Korrigieren der einzelnen Spuren. Das ganze soll ja so klingen, wie wir auch live performen. Ohne Schnickschnack und Schnörkel.

Alles im Blick… 🙂

Hier findet Ihr vorab einen Zusammenschnitt aus jeweils einem Teil der 4 Songs..

BuzZkill Demo 2019: Vorab ein Zusammenschnitt aus den 4 Songs!

Studio im Probenraum

Zwischen den Jahren haben wir uns einen Tag im Probenraum eingeschlossen, um ein paar Titel ordentlich aufzunehmen.

Gegen 13 Uhr ging es los. Aufbauen, Verkabeln, Mikrofone ausrichten, Pegel testen, Begrüßungsglühwein… 🙂 gute Laune und Bock, das Studio-Projekt anzugehen.
Dass das Erstellen einer Guide-Spur nicht ganz unproblematisch werden würde, war klar. Nach ein bisschen Einspielen und Feinjustage der Eingangslautstärke der einzelnen Instrumente, hatten wir doch recht zügig 4 Titel eingespielt. Natürlich mehrfach. Das jeweils beste Ergebnis wurde dann zur Guide-Spur abgemischt.

Wie mische ich eine Guide-Spur so ab, dass bei den folgenden Recording Sessions alle davon partizipieren?
Das war nicht leicht und hat auch Zeit in Anspruch genommen. Die erste Pause war also da, Zeit zum Knabbern und für einen oder zwei Glühwein.
Der Mixdown soll so anspruchsvoll sein, dass Michl am Schlagzeug den Takt beim Einspielen des Schlagzeugs nicht verliert, aber auch dem Song richtig folgen kann – also BD und SN, sowie HiHat und Becken stehen im Vordergrund.
Ralf am Bass braucht dieselben Parameter, zusätzlich noch sollte der Gesang gut zu hören sein – zur Orientierung.
Holger und ich brauchen – wenn wir selbst dran sind, nur den Gesang auf der Guide-Spur gut hörbar.
..schon kann es los gehen..

Pause für Ralf und Holger. Bierchen. Im Probenraum ist es ruhig, während sich Michl auf das Experiment einlässt. Nach anfänglichen Testläufen, bei denen noch etwas am In-Ear Monitor lauter gedreht und visuelle Taktunterstützung durch mich einstudiert war, spielte Michl seine Schlagzeugspur ein. Bei zwei Songs konnten wir die Breaks nutzen um das Spiel erneut aufzunehmen. Overdubbing, Punch In/Out.. Funktioniert.

Die Bass-Takes kamen dran. Ralf spielt mit Kopfhörer seine Basslinien ein. Routiniert schrubbt Ralf auf den 4 Saiten die Songs durch. Ein paar Wiederholungen, fertig.

Holger hatte ein bisschen mehr zu tun. Wir verständigten uns darauf, dass er seine Rhythm-Sektion komplett durchspielt, auch bei den Soloparts. Die Soli und den einen Clean-Part nehmen wir dann separat auf.
Scheinbar waren die Klicks am Anfang nicht sauber, es gab Anlaufschwierigkeiten beim Songanfang. Holger kommt mit dem Kopfhörer und den zur Guide-Spur dazu gemischten Spuren von Drums und Bass gut klar. Solo- und Clean Guitar noch hurtig drauf gepackt – fertig.

Mit meiner Gitarre gleichzeitig einspielen, zuhören und die Aufnahme steuern, war anstrengend. Die Kollegen hörten zu und kommentierten mit „OK„, „Mach’s nochmal“ oder „das war nix!
Also brauchte ich ein paar Versuche pro Song, biss alles im Kasten war.

Endspurt: der Gesang. Sichtlich erschöpft ging es dann am Abend an das Einsingen der Vocals. Ralf wollte partout nicht singen, blieben noch Michl und ich übrig. Die Guide-Spur konnte ich ausblenden, hatte dieselben Herausforderungen wie zuvor: beim Einsingen anhören, Aufnahme steuern, in welchem Songteil bin ich jetzt..? Michl sang danach seine Backing-Vocals ein. Interessant beim Abhören – jetzt höre ich fokussiert mal jeden einzelnen Ton, in der Probe geht das ja nicht. Cool!

Um 20 Uhr waren wir fertig – oooops! Jetzt erst mal Pizza bestellen und chillen. Danach mit frischen Ohren nochmal alles durchhören.
..so war der Plan 😉
Nach dem gemütlichen Part haben wir beschlossen, dass es erst mal reicht. Eigentlich klang alles super – so die einhellige Meinung.
Also: den Abend gemütlich ausklingen lassen, zusammen packen und gut.

War viel Arbeit und hat viel Spaß gemacht!

Euer Chris